Deutsche Bank
- Maximilian Völkl

Deutsche Bank: Milliarden-Kauf – Aktie geht durch die Decke

Im Sog der Commerzbank liegt auch die Deutsche Bank am Freitag rund zehn Prozent im Plus. Zum einen machen die starken Zahlen der Commerzbank den Anlegern für den gesamten Bankensektor Mut. Zum anderen hat die Deutsche Bank angekündigt, eigene Anleihen in Milliardenhöhe zurückzukaufen.

Am Freitag gab die Bank ein öffentliches Kaufangebot bekannt. Das Management will Euro-Anleihen im Wert von drei Milliarden Euro sowie Dollar-Anleihen mit einem Volumen von zwei Milliarden Dollar zurückkaufen. Beim Kauf von eigenen Anleihen, die unter ihrem Nominalwert notieren, kann der DAX–Konzern einen Kapitalgewinn einstreichen. Zudem spart man sich künftige Zinszahlungen und reduziert die Verbindlichkeiten.

„Bei der Deutschen Bank kommt endlich wieder Zuversicht rein", erklärte Aktienhändler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Die Tatsache, dass das Management die Marktlage nutze, um günstig eigene Anleihen zurückzukaufen, komme bei einigen großen Investoren gut an. „Überraschend kommt die Transaktion nicht, der Umfang ist aber etwas größer als erwartet“, so Portfoliomanager Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Er wertet die Maßnahme allerdings eher als Beruhigungspille für den Kapitalmarkt. Auf den zweiten Blick müssten Anleger darauf hoffen, dass das Kapital nicht mehr anderweitig gebraucht werde beispielsweise für höhere Rechtskosten.

Kein Kauf

Der milliardenschwere Anleihekauf ist bei der aktuellen Bewertung sinnvoll. Insgesamt überwiegen aber weiterhin die Risiken durch die schwache Kapitalausstattung und die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten. Anleger sollten deshalb weiterhin an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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