- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Lage entspannt sich

Nach dem holprigen Start in das neue Börsenjahr greifen die Anleger am Mittwoch durch die Bank zu. Auch die Aktie der Deutschen Bank gehört zu den Gewinnern. Charttechnisch sieht es allerdings noch nicht gut aus.

Die Deutsche-Bank-Aktie gewinnt am Mittwochmittag 1,1 Prozent auf 24,17 Euro und damit genauso viel wie der DAX. Die Marktteilnehmer spekulieren auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen vonseiten der Europäischen Zentralbank (EZB), meint Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Dafür verantwortlich seien nicht nur die vorsichtigen Äußerungen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, sondern auch die Konjunkturdaten der letzten Tage. Da es für die Eurozone als Ganzes keine Anzeichen für einen deutlichen Anstieg der konjunkturellen Dynamik gebe, könnte sich die EZB zum Eingreifen veranlasst sehen.

Möglicherweise wird die EZB noch im Januar mit dem massiven Kauf von Staatsanleihen beginnen. Von einem solchen Schritt würde die gesamte Bankenbranche profitieren. Die Deutsche Bank ist mit rund 25 Milliarden Euro in Südeuropa engagiert, wobei nicht klar ist, wie viel von dem Exposure gehedgt ist.

„Fragile Zuversicht“

Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Deutsche Bank auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Die Aussichten für europäische Investmentbanken hätten sich inzwischen wieder verbessert, schrieb Analyst Jeremy Sigee in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Zuversicht sei aber fragil.

Kursziel bleibt bei 33 Euro

Zwar sind die meisten Risiken im Aktienkurs der Deutschen Bank eingepreist, allerdings wird die Aktie nur dann nachhaltig in die Gänge kommen, wenn der Gesamtmarkt läuft. Derzeit sieht es aber so aus, als ob wir uns weiterhin auf eine nervige Volatilität einstellen müssen. Diese wird sehr wahrscheinlich erst deutlich zurückgehen, wenn so gut wie feststeht, dass Griechenland den Euro behalten wird. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 33 Euro für die Deutsche-Bank-Aktie. Der Stoppkurs sollte bei 21,50 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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