Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Kursziel gesenkt

Die britische Investmentbank Barclays hat sich skeptisch zur Deutschen Bank geäußert. Trotzdem kann die Aktie des Marktführers am Montag leicht zulegen. Charttechnisch sieht es allerdings alles andere als gut aus. Nur die Bewertung passt: Kaum ein Finanztitel ist günstiger.

Barclays hat das Kursziel für Deutsche Bank von 38 auf 35 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Es sehe nicht so aus, dass die Pläne des Finanzinstituts zur Reduzierung der Verschuldung weit genug gingen, schrieb Analyst Jeremy Sigee in einer Studie vom Montag. Bei den aktuellen und prognostizierten Kapitalquoten hinke das Unternehmen daher den Konkurrenten hinterher. Gegenüber den globalen Wettbewerbern belaste die immer noch hohe Gewichtung des Geschäfts mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen den Ausblick auf die Eigenkapitalrendite.

 Mehrheit ist optimistisch

Derzeit stufen 21 Analysten die Deutsche-Bank-Aktie mit „Kaufen“ ein. 18 Experten empfehlen, den Titel zu halten. Sechs Analysten raten zum Verkauf.


Derzeit kein Kauf

Zwar zählt die Aktie der Deutschen Bank mit einem 2015er-KGV von 6 zu den günstigsten Finanztiteln der Welt. Allerdings fehlen derzeit – kurzfristig zumindest – die Kurstreiber. Sollte die Bank allerdings bald bemerkenswerte Erfolge vor Gericht oder beim Konzernumbau erzielen, könnte Schwung in den Titel kommen. Die Aktie fiel vor Kurzem unter den Stoppkurs des AKTIONÄR. Anleger sollten mit einem Investment abwarten, bis die Konsolidierung abgeschlossen ist.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Es wird immer schlimmer

Die Umfragen hatten es bereits angedeutet: Die Italiener haben die Verfassungsreform von Premier Renzi abgelehnt. Nach Medienberichten will er im Laufe des Tages zurücktreten. Für die europäischen Banken sind das keine guten Nachrichten. Auch die Deutsche Bank könnte durch eine neue Vertrauenskrise … mehr