Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Kommt bald die Kaufchance des Jahres?

Kaum eine Aktie hat es so arg erwischt wie die Aktie der Deutschen Bank. Doch wiederholt sich Geschichte, könnte es bald zur großen Trendwende kommen.

Die Zahlen sind niederschmetternd: Nur vier Analysten empfehlen die Aktie der Deutschen Bank derzeit zum Kauf. 22 Experten sagen „Halten“, zwölf raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 14,16 Euro.

Doch diese Zahlen sollten uns nicht warnen, sondern vielmehr Mut machen. Das letzte Mal nämlich, als die Analysten so pessimistisch waren für die Deutsche Bank, war im Frühjahr 2009. Damals empfahl knapp ein Drittel der Analysten die Aktie zum Verkauf. Immerhin rieten 20 Prozent zum Kauf. Dieses Mal sind es nur zehn Prozent.

Wenn alle pessimistisch sind, kann eine Aktie nur noch steigen, da alle verkauft haben. Im Frühjahr 2009 waren fast alle pessimistisch. Die Lehman-Pleite war gerade fünf Monate her, die Auswirkungen der Finanzkrise kaum abzusehen. Trotzdem drehte der Markt, weil die Notenbanken massiv billiges Geld druckten. Anfang 2009 notierte die Deutsche-Bank-Aktie bei 14,60 Euro, am Ende des Jahres bei 48,88 Euro.

 

Auf die Watchlist setzen

Natürlich sollten die Anleger jetzt nicht in Euphorie verfallen und wie verrückt Deutsche Bank kaufen. Außer der Statistik gibt es bislang wenig schlagkräftig Kaufargumente. Die Geschichte zeigt aber, wie schnell die Stimmung drehen und eine totgesagte Aktie durchstarten kann. Die Deutsche-Bank-Aktie gehört unbedingt auf die Watchlist.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr