Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Kann Cryan endlich liefern?

Woche der Wahrheit für die Deutsche Bank: Am Mittwoch legt der DAX-Konzern seine Zahlen fürs erste Quartal vor. Kann die Deutsche an die guten Zahlen der US-Konkurrenten anknüpfen?

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe. Die Stimmung vieler Mitarbeiter ist im Keller, der Aktienkurs auch. In Deutschland machen Filialschließungen und Stellenabbau Schlagzeilen. Auf den internationalen Finanzmärkten sorgte der Internationale Währungsfonds (IWF) mit seiner Einschätzung für Aufsehen, Deutschlands größtes Geldhaus sei wegen seiner weltweiten Verflechtungen besonders gefährlich für das Finanzsystem.

An diesem Mittwoch kann die Deutsche Bank Vertrauen zurückgewinnen. Der Konzern legt die Zahlen für das zweite Quartal vor. Die Spanne der Schätzungen ist sehr breit: von gut 1,8 Milliarden Euro Verlust bis gut 500 Millionen Euro Gewinn.

Etwas Mut macht, dass die US-Banken im zweiten Quartal von einem wieder anziehenden Handel mit Anleihen profitierten. Auch für die Deutsche Bank ist das ein wichtiges Geschäft.

Konzernchef John Cryan hatte das Jahr 2016 zum Übergangsjahr erklärt und mehrfach betont, er schließe nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro 2015 rote Zahlen für das laufende Jahr nicht aus. Der Start 2016 fiel allerdings trotz turbulenter Märkte besser aus als erwartet. Zwar brach der Überschuss im ersten Quartal zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte auf 236 Millionen Euro ein. Analysten hatten jedoch mit 300 Millionen Euro Verlust gerechnet.

Aktie auf die Watchlist setzen

Aus charttechnischer Sicht ist die Deutsche-Bank-Aktie weiterhin im Konsolidierungsmodus. Positiv ist, dass sich der Titel weiter über der 13-Euro-Marke hält. Negativ: 90-Tage-Linie und der seit Oktober 2015 gültige Abwärtstrend – beides verläuft aktuell bei 14,55 Euro – sind noch relativ weit entfernt. Der Titel bleibt auf der Watchlist.

(Mit Material von dpa-AFX)

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