Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt wird's ernst

Am Donnerstag zählt die Deutsche-Bank-Aktie mal wieder zu den Verlierern im DAX. Die charttechnische Situation verschlechtert sich zusehends. Es wird wohl nicht mehr allzu dauern, dann hat die Aktie das Kauflimit des AKTIONÄR erreicht. Ein Studie indes macht Hoffnung für die Branche.

Die aktuellen Ergebnisse seien zwar immer noch sehr schwach. „Trotzdem können die größten europäischen Banken mit Fug und Recht Hoffnung schöpfen, denn Zinsüberschuss und Provisionsergebnis stabilisieren sich, die Risikovorsorge kann zurückgefahren werden und die Ausgaben sinken.“ Zudem kommen – ausgerechnet – die Expertin der Deutschen Bank.

Unter dem Strich erlebe die Bankenbranche gegenwärtig eine Bodenbildung, auch wenn der Druck durch die Bilanzüberprüfung der EZB und die Kosten aus Rechtsstreitigkeiten hoch bleibe. „Die Kapitalquoten erreichen allerorten neue Rekordstände.“

Vorsicht, wichtige Marken!

Die Charttechnik verheißt hingegen nichts Gutes. Allem Anschein nach wird die Deutsche Bank in den nächsten Tagen die Unterstützungszone um die 26-Euro-Marke herum antesten. Neben einer horizontalen Auffanglinie wartet bei 25,86 Euro eine Kurslücke darauf, geschlossen zu werden. Sollte dieses Unterstützungsniveau nicht halten, könnte sich der Abwärtstrend noch einmal beschleunigen. Als nächste Zielzone käme dann der Bereich um das 2012er-Tief bei 22,11 Euro in Betracht.

Abstauberlimit in Reichweite

Die Aktie der Deutschen Bank zählt mit einem 2015er-KGV von 9 zu den günstigsten Finanztiteln weltweit. Die meisten Probleme und Risiken sollten im Aktienkurs eingepreist sein, so dass der Kurseinbruch – aus fundamentaler Sicht – längst übertrieben ist. Solange sich das Chartbild nicht ändert, sollten Anleger an der Seitenlinie verharren. Das Abstauberlimit von 26 Euro hat weiterhin Gültigkeit.

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