Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt wird’s bitter - mal wieder

Die Zinsangst ist zurück – und die Kurse am Aktienmarkt rauschen in die Tiefe. Besonders heftig erwischte es am Montag Bank-Aktien. Das Chartbild der Deutsche-Bank-Aktie hat sich deutlich eingetrübt. Halten die wichtigen Unterstützungen?

Immer wenn die Deutsche-Bank-Aktie Erholungstendenzen zeigt, kommt nach nicht allzu langer Zeit wieder der Einbruch. So auch dieses Mal. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist gebrochen, die Aktie notiert wieder unterhalb des seit Januar gültigen Abwärtstrends.

Statt der Widerstände in Richtung 30 Euro und höher rücken nun die Unterstützungen in den Fokus. Zuerst kommt es jetzt darauf an, dass die Unterstützung bei 22,66 Euro, das 12-Monats-Tief, hält. Sollte die Aktie unter diese Marke fallen, droht der Absturz auf 21,08 Euro. Die nächste Unterstützung wartet bei 20 Euro, dem 5-Jahres-Tief aus dem Jahr 2011.

Unterdessen sind die Analysten immer noch optimistisch für die Aktie. 20 Experten raten zum Kauf, 17 sagen „Halten“, nur acht Analysten empfehlen den Anlegern, sich von ihren Deutsche-Bank-Aktien zu trennen. Im Schnitt sehen die Analysten Potenzial bis 30,77 Euro.

Nur für Geduldige

DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert der Deutsche-Bank-Aktie bei 33 Euro. Allerdings muss nun erst mal der aktuelle Rücksetzer verdaut werden. Für ein positives Sentiment könnte schon bald Mario Draghi sorgen, wenn er in wenigen Wochen mit einem QE-Programm beginnt. Bis dahin wird es aber volatil bleiben. Kaufen sollte die Deutsche-Bank-Aktie also nur der, der Geduld hat und sich als spekulativ orientierten Anleger einschätzt. Der Stoppkurs sollte bei 21,50 Euro gesetzt werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr