Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt läuft sie und läuft und läuft

Seitdem der Markt den Brexit abgehakt hat, hat die Aktie der Deutschen Bank den Turbo eingeschaltet. Gut kommen an der Börse die Sparpläne des Konzerns an.

Die Verhandlungen über Filialschließungen und Stellenabbau bei der Deutschen Bank stehen kurz vor dem Durchbruch. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen die Einschnitte auf dem Heimatmarkt weniger hart ausfallen als zunächst geplant.

Aller Voraussicht nach sollten 2.633 Vollzeitstellen in Deutschland abgebaut werden, ungefähr 625 Stellen weniger als ursprünglich vorgesehen, berichtete das Blatt am Mittwoch online. Insgesamt sollten 200 von insgesamt über 700 Filialen geschlossen werden. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat seien noch nicht abgeschlossen.

Nach bisherigen Plänen will die Deutsche Bank bis Ende 2017 knapp ein Drittel ihrer 723 Filialen in Deutschland schließen. Begonnen werden soll damit im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres. Im eigenen Haus sollen nach Plänen des Managements unter dem Strich 9.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, 4.000 davon in Deutschland und dort vor allem im Privatkundengeschäft.

In der vergangenen Woche hatte das "Handelsblatt" berichtet, die Einschnitte im Filialnetz könnten geringer ausfallen als bislang geplant. Womöglich fielen nur etwas weniger als 200 Filialen weg.

Nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr will das neue Management mit Konzernchef John Cryan an der Spitze die Bank mit einem harten Sparprogramm wieder auf Kurs bringen.

Chance für Trader

Die Aktie der Deutschen Bank legt am Donnerstagvormittag weiter zu. Als nächste charttechnische Hürde wartet die 90-Tage-Linie bei 15,56 Euro. Trader bleiben am Ball.

(Mit Material von dpa-AFX)

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