Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Hartes Jahr, versöhnliches Ende - und wie wird 2015?

Deutsche-Bank-Aktionäre mussten die meiste Zeit des Jahres 2014 gute Nerven haben. Auch wenn die Aktie in den vergangenen Wochen angezogen hat: Seit Jahresanfang notiert der Titel mit 20 Prozent im Minus. Das Schlimmste sollte überstanden sein, die Aktie hat Luft.

Die Mehrheit der Analysten sieht die Deutsche Bank auf einem guten Weg. Im Schnitt rechnen sie für 2015 mit einem Nettogewinn von 3,7 Milliarden Euro, während sie für das laufende Jahr ein Ergebnis von 1,18 Milliarden Euro erwarten. Es stellt sich aber auch für 2015 die Frage, inwiefern Rückstellungen den Gewinn der Deutschen Bank belasten werden. Bislang hat die Deutsche Bank rund drei Milliarden Euro für mögliche Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt.

In Bezug auf die Dividende können sich die Anleger laut Analystenschätzungen im kommenden Jahr auf 75 Cent je Aktie freuen. Aktuell ergibt sich damit eine Dividendenrendite von 2,8 Prozent. Das ist nicht viel, aber immer noch mehr als das, was die meisten vermeintlich sicheren Staatsanleihen, Tagesgeldkonten und Sparbücher abwerfen.

19 von 44 Analysten, die die Aktie beobachten, stufen die Deutsche Bank mit „Kaufen“ ein. 18 Experten sagen „Halten“, sieben „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel lautet auf 30,82 Euro.

Kursziel: 33 Euro

Charttechnisch sieht es gut aus für die Deutsche Bank. Die Aktie lässt den von Januar an gültigen Abwärtstrend weiter hinter sich. Der Widerstand bei 28 Euro sollte noch in diesem Jahr überwunden, vorausgesetzt, die Weihnachtsrallye dauert an. DER AKTIONÄR erwartet, dass die Aktie im kommenden Jahr ihren fairen Wert bei 33 Euro erreicht. Der Stopp sollte bei 21,50 Euro gesetzt werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr