Deutsche Bank
von Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Keine Angst vor der Lücke

Wie viel Geld braucht die Deutsche Bank? Nach Schätzungen von Analysten könnte sich der Kapitalbedarf des deutschen Branchenprimus bis Mitte 2012 im schlimmsten Fall auf zwei bis drei Milliarden Euro belaufen. Laut einem Insider kommt die Deutsche Bank dabei um eine Kapitalerhöhung herum.

Die europäische Bankenaufsicht EBA hatte bei der Deutschen Bank lediglich eine Lücke von 1,2 Milliarden Euro ermittelt. Die nun genannte mögliche Lücke ist zwar erheblich größer, doch sollte sie die Deutsche Bank nicht vor allzu große Probleme stellen. Schließlich hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten einen Gewinn von vier Milliarden Euro erwirtschaftet. Deswegen braucht die Deutsche Bank auch keine Kapitalerhöhung.

Commerzbank mit größeren Problemen

Bei der Commerzbank sieht es Expertenmeinungen zufolge schlechter aus. Deutschlands zweitgrößte Privatbank hat möglicherweise einen Kapitalbedarf von bis zu fünf Milliarden Euro. Der Kurs der Commerzbank-Aktie geriet infolge dieser Spekulationen in den vergangenen Tagen massiv unter Druck.

Nur für Mutige

Die Aktie der Deutschen Bank ist auf dem aktuellen Niveau extrem günstig bewertet. Viel Negatives dürfte im Kurs eingepreist sein. Allerdings muss angesichts der hohen Nervosität im Markt weiterhin mit hohen Schwankungen gerechnet werden. Spekulativ orientierte Anleger, die auf eine Gegenbewegung bei der Deutschen Bank setzen wollen, sichern ihre Position mit einem engen Stoppkurs ab. Konservative Anleger warten ab, bis sich die Lage an den Märkten deutlich stabilisiert hat.

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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