Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Schon wieder Gewinne

Das Sentiment im Banken-Sektor verbessert sich weiter. Die Aktie der Deutschen Bank liegt am Dienstag vorbörslich über ein Prozent im Plus, nachdem der Titel bereits am Montag zugelegt hat. Verantwortlich für die Käufe sind positive Nachrichten um Griechenland.

Die wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russland haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Camp David für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. Allerdings müsse das schwer angeschlagene Land die Verpflichtungen, die es eingegangen sei, auch einhalten. "Das ist von allen gleichermaßen hier so geteilt worden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Griechenland - rein oder raus?

Die mächtigsten Politiker der Welt hoben in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung einer "starken und geschlossenen Euro-Zone" für die weltweite Stabilität und wirtschaftliche Erholung hervor.

Die Aktien der Banken waren in den vergangenen Wochen heftig unter Druck geraten, nachdem sich die Lage in Griechenland wieder verschlechtert hatte. Einige Experten halten es mittlerweile für sinnvoller, wenn Griechenland die Euro-Zone verlassen würde. "Um sich aus der Depression zu befreien, muss Griechenland zurück zur Drachme", schreibt Star-Ökonom Nouriel Roubini in einem Kommentar für die Financial Times Deutschland. "Eine Ansteckungsgefahr für andere Euro-Länder besteht nicht - sie sind schon infiziert."

Andere Experten sehen in einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone den Anfang vom Ende des Euro. Angeschlagene Länder wie Spanien und Italien würden dann massiv unter Druck geraten und müssten mit riesigen Summen gestützt werden, sagen sie. Daran würde die Zone zerbrechen.

Abwarten

Die Aktie der Deutschen Bank rutschte jüngst unter den Stoppkurs des AKTIONÄR. Bevor sich die Märkte nicht nachhaltig beruhigt haben, sollten Anleger mit einem Kauf des Titels warten.

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