Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Fitschen und Jain überzeugen - Aktie dreht ins Plus

Die neue Deutsche-Bank-Führung tritt auf die Kostenbremse. Zudem sollen die Risiken deutlich zurückgefahren werden. Außerdem wollen die beiden neuen Konzernchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen Deutschlands größter Privatbank ein neues Image verschaffen. Die Aussagen kommen bei den Anlegern gut an.

Bei ihrer ersten gemeinsamen Pressekonferenz haben Anshu Jain und Jürgen Fitschen am Dienstag mit ihrer "Strategie 2015+" klargestellt: Die Deutsche Bank will von einer starken Heimatbasis Deutschland aus weiterhin weltweit als Universalbank mit Privatkunden und Kapitalmarktgeschäft erfolgreich sein. Zugleich jedoch müsse sich die Unternehmenskultur ändern. "Wir sehen keinen Widerspruch zwischen wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Akzeptanz", sagte Fitschen in Frankfurt.

Weniger Risiken

Bis 2015 sollen die jährlichen Kosten um 4,5 Milliarden Euro sinken. "Um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben, wird die Bank zur Steigerung ihrer operativen Leistungsfähigkeit in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang Kosten, Redundanzen und Komplexität verringern", erklärte die Bank. Zudem sollen die Risiken deutlich reduziert werden. Die Bank gründet dafür eine neue Einheit, in die zum Verkauf stehende Vermögenswerte ausgelagert werden. Sie folgt damit dem Beispiel der Commerzbank, die ebenfalls so eine Art interne Bad Bank gegründet hat.

Hohe Einsparungen

Erreicht werden sollen die Einsparungen unter anderem durch den Verkauf von etwa 40 Gebäuden. Knapp 40 Prozent oder 1,7 Milliarden Euro der geplanten Einsparungen entfallen auf die Infrastruktur einschließlich Investitionen in neue IT-Plattformen, eine Neuordnung der Geschäftsabwicklung (Backoffice) und die Zentralisierung des Einkaufs. Die Kosten für die Straffung bezifferte die Bank auf rund vier Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre.

Die Hausse geht weiter

Die Aktie dreht am Dienstag ins Plus und setzt die Rallye damit fort. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Langfrist-Kursziel von 40 Euro. Stoppkurs bei 25 Euro setzen.

Mit Material von dpa-AFX

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| Jonas Lerch | 0 Kommentare

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