Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Geldsegen - Aktie weiter in Fahrt

Die Deutsche Bank hat ihre Kapitalpuffer weiter gestärkt und über die Vergabe von sogenannten Coco-Bonds umgerechnet 1,2 Milliarden Euro bei Investoren eingesammelt. Die Aktie gehört am Mittwoch zu den Gewinnern im DAX.

Es habe große Nachfrage nach den in Dollar notierten Wertpapieren gegeben, die als zusätzliches Kernkapital anerkannt werden, gab die Deutsche Bank am Mittwoch bekannt. Die Papiere, die in einer Stückelung von je 200.000 Dollar angeboten wurden, sind eine Art Zwangswandelanleihe (Contingent Convertible Bonds, kurz: Coco-Bonds). Fällt die Eigenkapitalquote der Bank unter 5,125 Prozent, werden die Papiere abgeschrieben und die Investoren so an Verlusten beteiligt.

Damit sind die Papiere zwar riskanter für Anleger als normale Anleihen. Dafür gibt es höhere Zinsen. Kündigen kann die Bank die Wertpapiere, die bis dahin mit jährlich 7,5 Prozent verzinst werden, erstmals zum 30. April 2025.

 

Kursziel: 33 Euro

Die Aktie der Deutschen Bank gehört am Mittwoch mit einem Plus von 0,8 Prozent zu den DAX-Gewinnern. Damit nähert sich die Aktie weiter dem seit Januar gültigen Abwärtstrend, der aktuell bei 26,38 Euro verläuft. Sollte dieser Trend geknackt werden, wäre dies ein starkes Kaufsignal. Allerdings gab es in den vergangenen Monaten bei der Deutschen Bank immer wieder Fehlsignale. DER AKTIONÄR hält aber an seinem Kursziel von 33 Euro fest. Der Stopp sollte bei 21,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Lieber zu Aldi als in die Filiale

Die Bankenwelt befindet sich derzeit im Umbruch. Hielt früher die Verbindung zur Hausbank länger als so manche Ehe, haben Kunden heute durchschnittlich 2,5 Bankverbindungen. Auch die Digitalisierung setzt der Branche zu: Indes besuchen Konsumenten häufiger den Lebensmittel-Discounter um die Ecke, … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Luft für CEO Cryan wird dünn

Deutsche-Bank-CEO John Cryan hat wohl die größten Rechtsrisiken des Konzerns beilegen können. Mit einer Kapitalerhöhung im vergangenen April hat er die Eigenkapitalausstattung des Finanzinstitutes wieder auf eine gesunde Basis gestellt. Vor sieben Monaten hat er zudem eine strategische Kehrtwende … mehr