Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Aktie stürzt ab

Die Aktie der Deutschen Bank ist am Dienstagvormittag ans DAX-Ende gerutscht. Händler verwiesen auf verstärkte Sorgen um die Unternehmensziele des Branchenprimus. Für Aufsehen sorgt ein Bericht der Börsen-Zeitung.

Laut dem Blatt prüft die Bafin die Auswirkungen des von einer EU-Expertengruppe vorgeschlagenen Trennbankmodells. Würde es zu dieser Teilung kommen, würde das einem Börsianer zufolge das Geschäftsmodell der Bank in Frage stellen und die Ergebnisse im Investmentbanking unter Druck bringen, sagen Händler. Die Ziele wären dann entsprechend gefährdet. Die Aktie der Deutschen Bank reagiert auf die Meldung mit einem Verlust von 3,8 Prozent.

Ergebnisse Mitte des Jahres

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) habe zwei große Institute dazu aufgefordert, ihre Umstrukturierung in eine Trennbank nach dem Modell der Expertenrunde um Finnlands Notenbankchef Erkki Liikanen in einem Szenario durchzuspielen, schreibt die Börsen-Zeitung ohne Quellen zu nennen. Ergebnisse seien Mitte des Jahres zu erwarten. Namen seien nicht zu erfahren gewesen.

Die Zeitung geht davon aus, dass es sich dabei um die Deutsche Bank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) handeln muss. Beide Häuser seien als Universalbank strukturiert. Zudem hätten beide Banken starke Handelsaktivitäten. Vertreter der Bafin, Deutsche Bank und LBBW wollten die Informationen der Zeitung nicht kommentieren.

Chance für Mutige

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung zur Deutschen Bank: Das Papier bietet spekulativ orientierten Anlegern Chancen auf überdurchschnittliche Kursgewinne. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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