Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Ende einer Ära beim Konkurrenten - gut so!

Erst kündigte die Royal Bank of Scotland einen großen Personalabbau in der Investmentbankingsparte an. Nun kommt es bei Credit Suisse zu einem spektakulären Vorstandswechsel. Davon könnte die Deutsche Bank immens profitieren.

Gezeitenwechsel bei der Credit Suisse: Die Schweizer Großbank holt mit dem 52-jährigen Tidjane Thiam einen Manager aus der Versicherungsbranche an die Spitze des Konzerns. Dafür muss der 55 Jahre alte Brady Dougan - dessen Wurzeln im Investmentbanking liegen - weichen. Er werde Ende Juni nach acht Jahren an der Spitze des Konzerns und insgesamt 25 Jahren in der Bank zurücktreten, gab Credit Suisse bekannt.

"Thiam wird frischen Wind in die Bank bringen", sagte Vontobel-Analyst Andreas Venditti. So könnte es ihm zum Beispiel leichter fallen, das risikoreiche Investmentbanking einzudampfen.

Thiam leitet derzeit den britischen Versicherer Prudential und hat dessen Börsenwert in seiner Amtszeit mit dem Ausbau des Asiengeschäfts fast verdreifacht. Unter der Leitung Brady Dougans sank der Aktienkurs der Credit Suisse um rund drei Viertel und damit deutlich stärker als der europäische Bankenindex in diesem Zeitraum.

Der Nutznießer

Anshu Jain und Jürgen Fitschen, die Vorstände der Deutschen Bank, werden sehr wahrscheinlich am Universalbankkonzept festhalten. Das heißt: Die Bank wird weiterhin im Investmentbanking aktiv sein. Je mehr Player sich aus dem volatilen Geschäft zurückziehen, desto besser für die Deutsche Bank, bedeuten diese Schritte der Konkurrenten doch mehr Marktanteile für die deutsche Nummer 1. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 38 Euro fest. Der Stoppkurs sollte bei 23 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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