Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Der nächste Bulle

Die Deutsche-Bank-Aktie ist viel zu billig und müsste deutlich höher stehen. Sagt wer? Immerhin 21 von 45 Analysten, die die Aktie des deutschen Marktführers beobachten. Nun gibt es einen weiteren Bullen für den Titel.

Philipp Häßler, Analyst von Equinet, hat die Aktie der Deutschen Bank von „Halten“ auf „Kaufen“ aufgestuft. Das Kursziel hat der Experte von 28 auf 30 Euro angehoben. Prozesskosten blieben ein wichtiger Risikofaktor, der aber beherrschbar sein sollte für die größte deutsche Bank. Wenn der Regulierer das Umfeld nicht mehr weiter verschärfe, sei die Kapitalisierung der Bank ausreichend. Zudem stehe ein weiteres Effizienzprogramm bei dem Geldhaus vor der Tür.

Kursziel: 24,50 Euro

Indes hat die französische Großbank Societe Generale die Einstufung für Deutsche Bank auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 24,50 Euro belassen. Die Papiere des Finanzkonzerns zählten zu den unattraktivsten im europäischen Bankensektor, schrieb Analyst Geoff Dawes in einer Branchenstudie vom Freitag. Sein negatives Urteil über europäische Investmentbanken begründete der Analyst mit einem möglicherweise schwachen Handel infolge steigender Leitzinsen in den USA und starken Kursschwankungen. Hinzu kämen der Druck durch die Aufsichtsbehörden und Altlasten.

Aktie ist ein Kauf

DER AKTIONÄR schlägt sich bei der Deutschen Bank auf die Seite der Bullen. Die Aktie zählt mit einem 2015er-KGV von 11 zu den günstigsten Werten im Sektor. Neben den von Equinet-Analyst Häßler angesprochenen Gründen sollten die Maßnahmen der EZB der Aktie auf die Sprünge helfen. EZB-Chef Mario Draghi wird möglicherweise noch im Januar damit beginnen, in ganz großem Stil Staatsanleihen aufzukaufen, um die Bilanzen der Banken zu reinigen. Damit würde er das Vertrauen in den Sektor deutlich verbessern. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel für die Deutsche-Bank-Aktie bei 33 Euro. Mutige Anleger steigen ein und setzen den Stopp bei 21,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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