Deutsche Bank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank: Es ist nicht alles schlecht!

Die gute Nachricht vorweg: Der Abwärtstrend der Deutsche-Bank-Aktie scheint vorerst gestoppt. Nachdem der Kurs nahezu täglich neue Tiefs markiert hatte, gab es zuletzt ein paar positive Handelstage. Es ist ja auch nicht alles schlecht bei der Deutschen Bank.

1. Massive Kosteneinsparungen

Die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, kommen beim Umbau des Konzerns gut voran. In weniger als zwei Jahren wurden 2,3 Milliarden Euro an Kosteneinsparungen erzielt. Um Wachstumsmöglichkeiten im Kerngeschäft zu nutzen, will das Institut in den kommenden Jahren kräftig investieren.

2. Transaktionsbank ist Top-Adresse

In einigen Bereichen bewegt sich die Deutsche Bank auf Weltstandard. Eine Top-Adresse ist Deutschlands Nummer 1 mit dem Global Transaction Banking (GTB). Hierunter fallen unter anderem die Beratung und das Währungsmanagement für Firmenkunden. Auch der neu aufgestellte Bereich Asset-Management unter dem Dach der DWS entwickelt sich gut.

3. Günstige Bewertung

Der größte Pluspunkt für die Deutsche Bank ist die moderate Bewertung. Im Rahmen der jüngsten Kapitalerhöhung hat der Vorstand die Ergebnisziele zwar nach hinten verschoben, für 2016 erwartet er aber weiter eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von zwölf Prozent. Dies entspräche in etwa einem Gewinn von rund sieben Milliarden Euro, womit sich ein KGV von 5 errechnet. Dass die Deutsche Bank bereits heute im Kerngeschäft hohe Erträge erzielen kann, zeigten die letzten Abschlüsse. 2013 lag der um Sondereffekte bereinigte Netto­gewinn bei acht Milliarden Euro.

4. Systemrelevanz

Die Deutsche Bank zählt zu den systemrelevanten Banken in Europa. Einer OECD-Studie aus dem Frühjahr zufolge verbessert sich das Rating für solche Institute im Schnitt um fast drei Stufen. Die höhere Kreditwürdigkeit senkt wiederum die durchschnittlichen Zinskosten erheblich.

Kurz vor Kaufsignal

Sollte sich die Erholung der letzten Tage fortsetzen, könnte sich aus technischer Sicht ein wichtiges Kaufsignal ergeben. Vielleicht ergibt sich ja die "Tradingchance des Jahres".

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Hört doch endlich auf!

Am Anfang war es einfach nur lästig: Mehrere demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus forderten immer wieder Informationen von der Deutschen Bank über die Beziehungen zu Donald Trump. Der Konzern gilt als einer der größten Gläubiger des Präsidenten. Was anfangs nur wie ein politisches … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Eine Million ist zu wenig

Wer mehr als eine Million Euro anlegen kann, hat sich bislang bei der Deutschen Bank von „Normal-Investoren“ unterschieden. Der Konzern hat dieses Klientel gesondert von den normalen Privatkunden in der Vermögensverwaltung betreut. Damit soll jetzt Schluss sein, denn die Bank will auch hier sparen. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Vorsicht vor dem zweiten Quartal

Der Turnaround bei der Deutschen Bank ist in vollem Gange. Im Herbst will der Vorstand weitere Details zur Reintegration der Postbank in den Mutterkonzern bekannt geben. Und auch die organisatorische Abspaltung der Fondstochter Deutsche Asset Management für den Teilbörsengang soll dann … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Der Nebel lichtet sich

Die Reintegration der Postbank in die Deutsche Bank und der Teilbörsengang der Deutschen Asset Management sind nur ein Teil der neuen Strategie des Gesamtkonzerns: CEO John Cryan will sich auch von unprofitablen Geschäftsfeldern trennen und Segmente verkaufen, die nicht zum Kerngeschäft der Bank … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Störfeuer aus den USA?

Die Deutsche Bank steht in den USA erneut im Visier der Behörden. Der Vorwurf: Der Konzern sowie andere Finanzinstitute sollen „verbotene“ Transaktionen für nordkoreanische Firmen abgewickelt haben. Das berichtet der Nachrichtensender n-tv. mehr