Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Wende oder Strohfeuer?

Bank-Aktien gehen am Montag durch die Decke. Der Grund: In Großbritannien kippt die Stimmung pro Verbleib in der Europäischen Union.


Der Dax ist am Montagmorgen mit einem Kurssprung in den Handel gestartet. Umfragen zufolge sind immer mehr Briten für einen Verbleib in der EU. Das hatte bereits den Börsen in Asien deutlich Auftrieb gegeben.

Zu den großen Gewinnern gehören die Aktien, die zuletzt überdurchschnittlich verloren haben: Deutsche Bank und Commerzbank. Die Aktie der Deutschen Bank gewinnt 4,5 Prozent auf 14,28 Euro, die Aktie der Commerzbank vier Prozent auf 6,79 Euro.

"Banken gelten als größte Leidtragende im Falle eines Ausstiegs der Briten aus der EU", kommentiert ein Händler am Morgen. Entsprechend hätten hier viele Marktteilnehmer auf fallende Kurse eingestellt. Diese Positionen würden nun seit Ende der Vorwoche abgebaut.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg rechnet mit einer Kapitallücke bei den Banken aus der EU von 108 Milliarden Euro im Fall eines Brexits. Das könnte erneute Kapitalerhöhungen zur Folge haben.

Nur für Trader

Kommt der Brexit doch nicht, ist eine Erleichterungsrallye der Bank-Aktien absolut wahrscheinlich. Trader sollten dann voll auf ihre Kosten kommen. Eine nachhaltige Wende ist indes noch nicht zu sehen, denn die Unternehmen kämpfen nach wie vor mit den schwachen Zinsen, viel Regulierung und zu hohen Kosten.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Keine Fusion mit der Commerzbank

Im vergangenen Jahr gab es bereits erste Gespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank über eine mögliche Fusion. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußert sich jetzt Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke erneut zu dem Thema. Außerdem gibt er Entwarnung, was die neuen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Droht 2017 wieder ein Verlust?

Das Jahr 2016 haben Aktionäre der Deutschen Bank in böser Erinnerung. Damals schockte CEO John Cryan die Anteilseigener mit einem Verlust von 1,4 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr wollte der Konzern wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Doch ausgerechnet die lange erwartete US-Steuerreform könnte … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Outperformance gegenüber DAX

Aktionäre der Deutschen Bank konnten sich zuletzt freuen: In den vergangenen Monaten lief das Papier deutlich besser als der Gesamtindex DAX. Auf Sicht von zwölf Wochen hat der Titel annähernd 20 Prozent gewonnen, während der DAX nur um 6,4 Prozent zulegte. Wie geht es jetzt weiter? mehr