- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Es geht voran - Aktien im Brennpunkt

Deutschlands Großbanken machen Fortschritte beim Stopfen ihrer Kapitallöcher. Laut Bundesbank lag die Quote des harten Kernkapitals Ende Dezember 2013 bei großen Banken im Mittel bei 9,4 Prozent.

„Mit diesem Wert übertreffen die großen Institute im Durchschnitt bereits deutlich die geforderte Zielquote von sieben Prozent“, betonte die Bundesbank. Im Juni 2013 hatte die mittlere harte Kernkapitalquote der acht international tätigen Banken mit einem Kernkapital von mindestens drei Milliarden noch 8,3 Prozent betragen. Der positive Trend habe sich damit fortgesetzt.

Banken müssen ihre Risikoanlagen künftig mit mindestens sieben Prozent Eigenkapital untermauern. Das soll sie stabiler gegen neue Krisen machen und verhindern, dass sie vom Steuerzahler gerettet werden müssen.

Laut Bundesbanken haben mehrere große deutsche Banken auch in diesem Jahr "in nicht unerheblichem Maße" hartes Kernkapital aufgenommen.

Auf gutem Weg

Insgesamt sieht die Bundesbank die deutsche Finanzbranche recht gut auf die erst ab 2019 voll gültigen "Basel III"-Regeln eingestellt: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Banken bereits viel getan haben, um die Anforderungen der neuen Regulierung zu erfüllen", sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. Generell gelte: "Je früher die Banken damit beginnen, ihre Eigenkapitalpositionen zu stärken, desto eher können sie auch wieder ihre Rolle als Finanzierer der Realwirtschaft ausfüllen."

So sollten Anleger handeln

Die Fortschritte beim Aufbau von hartem Kernkapital werden sich über kurz oder lang positiv auf die Aktienkurse von Deutscher Bank und Commerzbank auswirken. DER AKTIONÄR bevorzugt die Aktie der Deutschen Bank, nicht zuletzt wegen der sehr günstigen Bewertung (2015er-KGV: 8). Aber auch die Aktie der Commerzbank ist ein Investment wert, hat aber nicht so viel Potenzial wie die Deutsche Bank. Bei der Deutschen Bank sollte der Stoppkurs bei 21,50 Euro und bei der Commerzbank bei 9,80 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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