Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Die Stimmung steigt wieder

Hinter den meisten Banken liegt eine erfolgreiche Woche. Doch wie nachhaltig ist die Erholung?

Sind die starken Zahlen der US-Banken ein Hinweis darauf, dass es auch den gebeutelten europäischen Banken besser geht? Jedenfalls machen die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten machen den US-Großbanken nicht so stark zu schaffen wie befürchtet. Der Gewinn der Citigroup sackte im zweiten Quartal zwar um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp vier Milliarden Dollar ab, wie das Institut am Freitag in New York mitteilte. Das lag aber deutlich über den Erwartungen von Analysten. Konkurrent Wells Fargo verdiente unter dem Strich mit 5,6 Milliarden Dollar 2,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Am Donnerstag hatte bereits Branchenprimus JPMorgan merklich besser als erwartete Zahlen vorgelegt. JPMorgan profitierte im zweiten Quartal von einer deutlich gestiegenen Kreditnachfrage im eigenen Land. Das ließ den Gewinn im Privatkundengeschäft wachsen. Zudem sanken die Kosten. Einen kräftigen Sprung machte die Handelssparte nach einem schwachen Ergebnis vor einem Jahr. Allein im Anleihengeschäft legten die Einnahmen um 35 Prozent zu.

"Wir bleiben eine Quelle der Stärke für unsere Kunden", sagte JPMorgan-Chef Jamie Dimon. Aktien des Geldhauses legten vorbörslich gut zwei Prozent zu. Seit Jahresbeginn haben sie trotz der großen Turbulenzen an den Kapitalmärkten gerade einmal rund vier Prozent an Wert verloren und sind damit klar führend unter den großen US-Banken.

Rebound-Chance bei der Commerzbank

Zum Vergleich: Aktien der Deutschen Bank sind um rund 40 Prozent eingebrochen. Doch die Anzeichen verdichten sich, dass die Aktie die Tiefs gesehen hat. Der Brexit-Schock ist verdaut und in Italien hat sich die Lage auch etwas beruhigt. Hier werden im Notfall der Staat oder die EZB oder beide einspringen, um die Banken zu stützen. Mutige Anleger können auf einen Rebound der Commerzbank-Aktie setzen. Das Papier ist mit einem KBV von 0,3 historisch günstig bewertet.

(Mit Material von dpa-AFX)

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