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- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank, Deutsche Bank und Co: EU macht Druck - Aktien knicken ein

Sowohl im DAX als auch europaweit gehören Bankaktien am Donnerstag zu den größten Verlierern. Grund sind die Regeln für die Rettung oder Schließung von Krisenbanken.

Nach zwei Tagen ist die Erholung bei vielen Bankaktien schon wieder beendet. Im DAX sind die Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank am Vormittag um 2,3 und 1,4 Prozent abgerutscht, während der deutsche Leitindex lediglich 0,1 Prozent abgab. Im EuroStoxx 50 standen die Aktien von Banco Santander, Societe Generale und die BBVA ganz unten auf der Liste.

Sorgen wegen Schiffskrediten

Als Grund für die branchenweite Schwäche nannten Händler die Einigung der EU-Finanzminister auf einheitliche Regeln für die Rettung oder Schließung von Krisenbanken. Die obersten Kassenhüter gaben damit unmittelbar vor Beginn des zweitägigen EU-Gipfels am Nachmittag ein Signal, dass es mit dem Riesenvorhaben einer europäischen Bankenunion vorangeht. Insgesamt sei mit einer Regelung zwar zu rechnen gewesen, dennoch sei diese alles andere als positiv für das Sentiment, kommentierte ein Börsianer. Bei der Commerzbank kämen zudem die anhaltenden Sorgen um Altlasten aus der Schiffsfinanzierung hinzu.


Kaufen und verkaufen

DER AKTIONÄR und die große Mehrheit der Analysten sehen die Aktie der Deutschen Bank auf dem derzeitigen Niveau als zu günstig an und empfehlen den Titel zum Kauf. Bei der Commerzbank gibt es derzeit wenige Gründe, die für steigende Kurse sprechen.

Mit Material von dpa-AFX

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