Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank & Co: Strafen über 219 Milliarden Dollar

Seit der Finanzkrise steht die Bankenbranche unter Druck. Allerdings kommen viele Banken, vor allem aus den USA, mit dem Druck besser klar als etwa ihre deutschen Konkurrenten. Problematisch wird es für Investmentbanken.

Investmentbanken verlieren wegen nachlassenden Kaufinteresses an Anleihen Erträge. Dies geht laut FAZ aus einer Studie der Unternehmensberatung Coalition hervor. Coalition schätzt, dass 2015 die Einnahmen der zehn größten Investmentbanken mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen um sieben Prozent sinken werden. Mit diesen Assetklassen erzielen die Investmentbanken die größten Einnahmen.

Laut Coalition werden die Einnahmen aus Aktiengeschäften um zehn Prozent wachsen. Allerdings sei das Aktiengeschäft bei fast allen Investmentbanken zu klein, um die sinkenden Einnahmen aus dem Geschäft mit Anleihen zu kompensieren.

Wie die FAZ weiter schreibt, schätzt die Ratingagentur Moody’s die vielen Rechtsfälle als besonders hohes Risiko für die Investmentbanken ein. Laut Moody’s haben die 15 größten Investmentbanken von 2008 bis 2014 insgesamt 219 Milliarden Dollar für Rechtsstreitigkeiten aufgewendet.

Bei der Deutschen Bank ist Geduld gefragt

Für die Deutsche Bank ist das Problem mit den Rechtsstreitigkeiten noch längst nicht abgehakt. Das Unternehmen hat für eventuell anfallende Strafzahlungen fünf Milliarden Euro zurückgestellt. Diese Unsicherheit dürfte den Aktienkurs weiter belasten, auch wenn der Konzern mit John Cryan einen erstklassigen neuen Chef bekommen hat, der die Deutsche Bank knallhart sanieren wird. Fazit: Derzeit überwiegen bei der Deutschen-Bank-Aktie die Risiken, ein Kauf drängt sich daher nicht auf.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Euribor-Streit beendet

Die Deutsche Bank kann eine weitere juristische Baustelle schließen: Im Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor wurde mit den US-Behörden am Montagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Im freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am Dienstag daraufhin moderat zulegen. mehr