Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Brutaler Absturz - mal wieder

Es wäre zu schön gewesen, aber die Kurserholung bei der Deutschen-Bank-Aktie war nicht von Dauer. Die Anleger haben den kurzzeitigen Aufschwung dazu genutzt, um Gewinne mitzunehmen. Die Bankenkrise hat derweil längst Berlin erreicht.


Was passiert mit der Deutschen Bank, wenn der Kursverfall immer weitergeht? Immerhin ist der Titel vor Kurzem unter das Nievau gefallen, das in der Finanzkrise erreicht wurde. Ist alles noch schlimmer als damals?

Die Politik macht sich ihre Gedanken. Klar ist, dass Deutschland, eine der bedeutendsten Industrienationen der Welt, weiterhin einen ganz starken Finanzplayer braucht. „Deutschland braucht auch in Zukunft einen starken Finanzakteur, der international in der ersten Liga mitspielen kann“, formuliert es der hessische SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel in der Wirtschaftswoche.

Hendrik Leber, Fondsmanager bei Acatis, kann sich eine Fusion gut vorstellen – „warum nicht mit der UBS?“ Doch laut Wirtschaftswoche gilt so etwas unter Bankern als so gut wie ausgeschlossen. „Die Risiken sind zu hoch, vorstellbar wäre allenfalls ein chinesischer Interessent, der sich mit dem großen Namen schmücken könnte. Allerdings sehen Aufseher Großfusionen skeptisch und Käufer aus Fernost erst recht“, schreibt das Magazin.

Stopp beachten

Die Aktie verliert derweil am Freitag weiter, was zeigt, dass das Vertrauen der Börse in ein baldiges Wiedererstarken des deutschen Marktführers recht gering ist. Solange die Aktie keinen Boden gefunden hat, wird der Titel Spielball von Tradern sein. Wer den Mini Long mit der WKN TD5FQY von HSBC Trinkaus & Burkhardt gekauft hat, beachtet den Stopp bei 0,55 Euro.

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