Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Analyst sieht viel Luft für die Aktie

Am deutschen Aktienmarkt kehren die Konjunktursorgen zurück. Der DAX ging mit einem Verlust von 1,5 Prozent aus dem Montagshandel. Zu den wenigen Gewinnern im deutschen Leitindex zählt die Aktie der Deutschen Bank.

Der Titel des deutschen Marktführers kriegt im späten Handel noch die Kurve und schließt mit einem Plus von 0,2 Prozent. Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Deutsche Bank vor Bekanntgabe der Stresstest-Ergebnisse auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Die Deutsche Bank sollte auch einen höheren Eigenkapitalanteil (Leverage Ratio) als die bislang von der EZB angesetzten drei Prozent erreichen, schrieb Analyst Neil Smith in einer Studie vom Montag. Dies könnte der Aktie des Geldhauses nach Veröffentlichung der Ergebnisse zu einem Kurssprung verhelfen.

Stress(test) in den USA

In den USA muss die Deutsche Bank ihre Tochter dem Stresstest der US-Notenbank unterwerfen. Das Institut befinde sich neben der Bank of America, JPMorgan Chase und Goldman Sachs unter den 31 Banken, die im kommenden Jahr auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen Finanzkrisen getestet würden, teilte die US-Notenbank Fed am Freitag mit. Bis 15. November wollen die Aufseher die Szenarien für den Test festlegen. Bis 5. Januar 2015 müssten die Banken zudem ihre Kapitalpläne vorlegen.

Stopp beachten

Ohne Frage ist die Deutsche-Bank-Aktie mit einem 2015er-KGV von 8 sehr günstig bewertet. Das reicht der Mehrheit der Anleger derzeit aber nicht als Grund, die Aktie zu kaufen. Charttechnisch ist der Titel angeschlagen. Konservative Anleger warten ab, bis die Aktie einen nachhaltigen Boden gefunden hat. Mutige Anleger, die investiert sind, beachten den Stopp bei 21,50 Euro.

 

(Mit Material von dpa-AFX)

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