Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, kann in seinem Strafprozess vor dem Landgericht München nun auf einen baldigen Abschluss hoffen. Die Aktie klettert nach oben, aber das ändert nichts an der miserablen Jahresbilanz.

Möglicherweise ist der Prozess gegen Fitschen und andere Top-Manager der Deutschen Bank in der Karnevalswoche 2016 beendet. „Vielleicht bewahrt sich ja der alte Slogan: Am Aschermittwoch ist alles vorbei", sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll am Dienstag und legte nach mehreren Terminen im Januar einen Verhandlungstag für Aschermittwoch, den 10. Februar 2016, fest.

Vorsichtshalber müssen sich Fitschen und die vier weiteren angeklagten Top-Banker der Deutschen Bank aber auch noch den 17. Februar freihalten. "Ich denke, das müsste dann reichen", sagte der Richter.

Seinen ursprünglichen Plan, das Verfahren um versuchten Prozessbetrug im Fall Kirch nach rund sieben Monaten Dauer vor Weihnachten zu beenden, hatte der Richter am Montag aufgegeben. Es wurden mehrere Verhandlungstage im Dezember gestrichen, damit die Prozessbeteiligten mehr Zeit zum Lesen von Schriftstücken haben.

Verlorenes Jahr

Die Aktie der Deutschen Bank legt am Dienstag gegen den Markt 1,1 Prozent zu. Allerdings ist die Bilanz 2016 schwach: Seit Jahresanfang steht ein Minus von 1,8 Prozent zu Buche, während der DAX 15,9 Prozent zugelegt hat. Die Aktie des deutschen Marktführers fiel vor einigen Wochen unter den Stoppkurs des AKTIONÄR. Ein Neueinstieg drängt sich derzeit nicht auf. Trader setzen lieber auf die Commerzbank.

(Mit Material von dpa-AFX)

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