Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Platz der Knoten?

Die Aktie der Deutschen Bank ist am Mittwoch mit einem Plus von 1,4 Prozent aus dem Handel gegangen. Die Marke von 27 Euro konnte der Titel wieder überwinden. Bei den Anlegern wächst die Hoffnung, dass der Abwärtstrend bald gebrochen wird. Lohnt jetzt wirklich der Einstieg?

Die Analysten sind in der Mehrzahl neutral bis optimistisch für die Deutsche Bank. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gibt es aktuell 22 Kaufempfehlungen für die Aktie. 20 Analysten raten, die Aktie zu halten, zwei raten zum Verkauf. Stefan Stalmann, Analyst bei der Royal Bank of Scotland, stuft die Aktie der Deutschen Bank nach wie vor mit "Kaufen" ein. Das Kursziel hat er allerdings von 54 auf 52 Euro gesenkt. Risiken im Hinblick auf die Kapitalentwicklung und die Qualität des Anlagevermögens seien bereits ausreichend in der Bewertung berücksichtigt, so Stalmann.

Verkauf verzögert sich

Der Verkauf der BHF-Bank wird für die Deutsche Bank zum Geduldsspiel. Der Finanzinvestor RHJ sei auf der Suche nach einem Geldgeber für die Übernahme der BHF-Bank noch nicht fündig geworden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dieser Co-Investor könne auch eine andere Beteiligungsfirma sein. Ein Abschluss könnte noch Monate dauern. Laut Reuters ist ein Kaufpreis von rund einer halben Milliarde Euro im Gespräch.

Warten auf den Boden

Die Anleger tun gut daran, sich von guten Handelstagen wie Mittwoch nicht zu schnell auf die Seite der Optimisten zu wechseln. Die Lage an den Märkten ist nach wie vor kritisch zu sehen. Die Volatilität ist hoch und dürfte es auch bleiben. Starke Kursrutsche sind jederzeit möglich. Deswegen sollten konservative Anleger mit einem Investment warten, bis sich die charttechnische Lage deutlich gebessert und sich ein Boden ausgebildet hat.

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