Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Schwach in einem starken Markt

Die Aktie der Deutschen Bank musste am Dienstag erneut Federn lassen. Das Papier fiel um 1,1 Prozent auf 26,68 Euro. Ein Grund für das schlechte Abschneiden ist juristischer Ärger in den USA. Die amerikanische Regierung hat im Rahmen ihrer Milliardenklage neue Vorwürfe gegen die Deutsche erhoben.

Die Klage steht im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise. Die Deutsche Bank soll vor der Übernahme der Immobilientochter MortgageIT gewusst haben, dass sich MortgageIT unrechtmäßig verhalten hat, so die amerikanische Regierung. MortgageIT soll falsche Angaben gemacht haben, um sich Zugang zu einem Regierungsprogramm zu erschleichen, das für Hypotheken bürgte. Trotzdem habe die Deutsche Bank die Übernahme von MortgageIT zu Ende gebracht.

Deutsche Bank will sich wehren

Die USA fordern von der Deutschen Bank eine Milliarde Dollar. Der deutsche Branchenprimus wies die Vorwürfe zurück. Man wolle sich "weiter energisch verteidigen".

22 Kaufempfehlungen

Die Analysten sind in der Mehrzahl neutral bis optimistisch für die Deutsche Bank. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gibt es aktuell 22 Kaufempfehlungen. 20 Analysten raten, die Aktie zu halten, zwei raten zum Verkauf. Stefan Stalmann, Analyst bei der Royal Bank of Scotland, stuft die Aktie der Deutschen Bank nach wie vor mit "Kaufen" ein. Das Kursziel hat er allerdings von 54 auf 52 Euro gesenkt.

Abwarten

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Solange sich die Nervosität im Markt nicht gelegt hat und die extreme Volatilität verschwunden ist, sollten konservative Anleger die Aktie der Deutschen Bank nicht kaufen.

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