Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Rückschlag vor Gericht - Aktie weiter schwach

Das Sentiment für die Deutsche-Bank-Aktie hat sich weiter eingetrübt. Nachdem das Papier des deutschen Marktführers am Montag im Minus geschlossen hat, geht es auch im frühen Dienstaghandel abwärts.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die Deutsche Bank im Zusammenhang mit umstrittenen Hypothekengeschäften in den USA einen Rückschlag vor Gericht erlitten. Ein Bezirksgericht in Manhattan wies am Montag einen Antrag der Deutschen Bank auf Abweisung einer über 14 Milliarden Dollar schweren Klage der Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) ab. Die FHFA kann ihr Betrugsverfahren gegen Vertreter der Deutschen Bank nun fortsetzen.

Es geht um 200 Milliarden Dollar

In der Klage, die neben der Deutschen Bank 17 weitere Banken betrifft, geht es um umstrittene Hypothekengeschäfte. Laut FHFA sollen die Banken beim Verkauf mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren falsche Angaben gemacht haben, berichtet Reuters. Bei der Klage werden finanzielle Schäden von insgesamt 200 Milliarden Dollar geltend gemacht. Die Deutsche Bank weist die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Wette auf die Wende

Die Korrektur bei der Aktie der Deutschen Bank setzt sich am Dienstag fort. Das Papier rutscht um ein Prozent auf 33 Euro. DER AKTIONÄR sieht in dem Titel aber nach wie vor eine Kaufchance für spekulativ orientierte Anleger. Sobald die Politik bedeutende Fortschritte im Kampf gegen die Euro- und Schuldenkrise macht, dürfte der gesamte Banken-Sektor bei den Anlegern gefragt sein. DER AKTIONÄR hält an seinem langfristigen Kursziel von 50 Euro für die Deutsche Bank fest. Sollte es am Aktienmarkt zu einer Jahresendrallye kommen, dann hat die Deutsche Bank überdurchschnittliches Potenzial. Stoppkurs bei 29,50 Euro setzen!

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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