Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Das sieht nicht gut aus

Bankenaktien sind am Montag vorbörslich unter Druck. Grund: die Abstufung der Kreditwürdigkeit von neun europäischen Staaten inklusive Frankreich durch die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P). Für schlechte Stimmung sorgt zudem Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Tom Mayer.

Standard & Poor's hat am Freitag die Bonität Frankreichs und Österreichs von der Bestnote AAA um eine Stufe auf AA+ herabgesetzt. Die Kreditwürdigkeit von Italien, Spanien, Portugal und Zypern ging gleich um zwei Stufen in den Keller. Malta, die Slowakei und Slowenien büßten eine Stufe ein. Laut S&P seien die bisherigen politischen Maßnahmen unzureichend, um die Spannungen in der Euro-Zone zu beseitigen.

Probleme für den EFSF

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Tom Mayer erwartet, dass nun auch der Euro-Rettungsschirm EFSF seine Bestnote AAA verliert. "Mit einem nur noch zweitrangigen Rating wird es für den EFSF schwierig, neue Investoren zu finden", so Mayer in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag. Es könnte gut sein, dass am Ende nur noch Deutschland, Holland, Finnland und Luxemburg ihr Top-Rating behielten.

Chance für Mutige

Anleger, die auf Bankaktien setzen wollen, müssen weiterhin mit einer hohen Volatilität rechnen. Allerdings sollte schon viel Negatives in den Kursen eingepreist sein, so dass das Potenzial für positive Überraschungen relativ groß ist. Für den AKTIONÄR ist die Aktie der Deutschen Bank ein Top-Pick aus dem Sektor. Spekulativ orientierte Anleger setzen den Stoppkurs bei 25 Euro.

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