Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank und Co: Harte Jahre

2011 war schwierig für die Investmentbanken. 2012 wird laut Experteneinschätzung wohl nicht einfacher. Der Kampf um die wenigen Mandate wird härter, berichtet die Nachrichtenagentur Thomson Reuters.

Aufgrund der Schuldenkrise und der volatilen Märkte legten 2011 viele Unternehmen Übernahmen und Börsengänge auf Eis. Auch stoppten sie die Ausgabe von Anleihen. Wie Thomson Reuters berichtet, sanken die Beratungseinnahmen der Investmentbanken im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 81 Milliarden Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Das lässt nichts Gutes für die Bilanzen der Banken erwarten.

Stellenabbau

Da die Banken im neuen Jahr wohl noch härter um die Mandate kämpfen müssen, wird 2012 laut Thomson Reuters wohl noch schwieriger für die Branche. Vor diesem Hintergrund bauen viele Banken Stellen ab. 2011 waren es weltweit fast 130.000.

Morgan Stanley ist die Nummer 1

Bei der lukrativen Beratung bei Fusionen und Übernahmen sicherte sich Goldman Sachs im vergangenen Jahr den Spitzenplatz. Die Amerikaner waren bei Transaktionen im Wert von 648 Milliarden Dollar beteiligt. Auf Platz 2 landete Morgan Stanley mit 511 Milliarden Dollar. Die Deutsche Bank rutschte mit 273 Milliarden vom fünften Platz 2010 auf den achten Rang ab.

Chance für Risikobewusste

Dass auch 2012 nicht einfach wird für die Branche, war abzusehen. DER AKTIONÄR sieht viel Negatives in den Kursen der Banken eingepreist, so dass das Überraschungspotenzial relativ groß ist. Einer der Favoriten des AKTIONÄR ist die Aktie der Deutschen Bank. Allerdings sollten zunächst nur risikobewusste Anleger einsteigen. Das Kursziel mit Sicht auf ein Jahr lautet 46 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 25 Euro gesetzt werden.

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