Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Angst vor Patt - Aktie knickt ein

Nachdem es in Italien zuerst nach einem Sieg für das Mitte-Links-Bündnis ausgesehen hatte, deutet jetzt vieles auf eine Blockade hin. Der Börse gefällt das ganz und gar nicht. Besonders stark verliert die Aktie der Deutschen Bank.

Am Dienstagmorgen notiert die Aktie der Deutschen Bank mit über drei Prozent im Minus, während der DAX 1,7 Prozent verliert. Tags zuvor war der Index bis zur Schließung der Wahllokale zunächst auf 7.860 Punkte hochgeschossen, mit den ersten Hochrechnungen bis zum Handelsende jedoch wieder um 87 Punkte abgerutscht. Die Ernüchterung über den Wahlausgang in Italien dürfte noch eine Weile anhalten.

Gift für die Börse

"Berlusconi hat wohl das politische Comeback des Jahrhunderts geschafft - oder kann zumindest eine Hängepartie erzwingen", sagte Händler Jordan Hiscott von Gekko Markets. Beides sei Gift für die Aktienmärkte, die entsprechend in ganz Europa tief im Minus erwartet werden.

Nur für Mutige

Eine wichtige Voraussetzung für eine positive Performance der Deutschen-Bank-Aktie ist, dass der Pro-Euro-Kurs in den Mitgliedstaaten fortgesetzt wird. Eine Hängepartie in Italien ist ein Rückschritt in der Euro- und Staatsschuldenkrise, der die Märkte weiter belasten könnte. Sollte indes das Mitte-Links-Bündnis an die Macht kommen, würde dies zu einer Erleichterungsrallye führen. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für spekulativ orientierte Anleger fest. Der Stoppkurs sollte bei 31 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr