Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Wichtig fürs System - Aktie verliert weiter

Nachdem der internationale Finanzstabilitätsrat die Bedeutung der Deutschen Bank für das weltweite Finanzsystem hervorgehoben hat, steht die Aktie des deutschen Marktführers unter Druck. Dirk Hoffmann-Becking, Analyst bei Société Générale, ist allerdings äußerst optimistisch für den Titel.

Am Montagvormittag verliert die Aktie der Deutschen Bank in einem schwachen Marktumfeld 1,7 Prozent auf 35 Euro. Auch die Commerzbank notiert schwach. Belastet wird der Sektor unter anderem von schwachen Quartalszahlen der britischen HSBC. Die Großbank musste im dritten Quartal mehr als eine weitere Milliarde US-Dollar für den Geldwäsche-Skandal in den USA und die Fehlberatung von Kunden zur Seite legen. Bis Ende September belasteten die beiden Rechtsstreitigkeiten das Ergebnis bereits mit mehr als drei Milliarden Dollar. Der Deutsche-Bank-Konkurrent warnte zudem davor, dass die tatsächliche Belastung noch deutlich höher ausfallen könnte.

Besonders wichtig

Am Freitag hatte eine Analyse des internationalen Finanzstabilitätsrats (Financial Stability Board/FSB) die Aktien aus der Branche durcheinander gewirbelt. Die Aktie der Deutschen Bank geriet unter Druck, weil der Rat die Frankfurter als besonders systemrelevant eingestuft hat.

Grundsätzlich müssen alle Banken bis 2019 nach den bisherigen Planungen sieben Prozent hartes Eigenkapital auf ihre Risikopositionen aufbauen. Für die 28 als systemrelevanten Großbanken kommen Aufschläge hinzu. Bei der Deutschen Bank als mit am höchsten eingestuftes Institut sollen es 2,5 Prozent zusätzliches Eigenkapital sein, das sie von 2016 an beschaffen muss. Die systemrelevanten Banken sollen zudem Pläne ausarbeiten, wie sie im Falle einer Schieflage abgewickelt werden können.

Aktie ist ein Kauf

Dirk Hoffmann-Becking, Analyst bei Société Générale, hat seine Kaufempfehlung für die Aktie der Deutschen Bank bestätigt. Das Kursziel sieht er bei 43,60 Euro. DER AKTIONÄR sieht in dem Wert ebenfalls einen Kauf und erwartet, dass die Aktie noch in diesem Jahr die Marke von 40 Euro erreichen wird. Langfristig sind Kurse um die 50 Euro möglich. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Faktor-Trade des Tages: Deutsche Bank

Bei DER AKTIONÄR TV präsentiert die Redaktion des AKTIONÄR börsentäglich den "Trading-Tipp des Tages". Es handelt sich dabei um Faktor-Zertifikate auf Aktien, die kurz- bis mittelfristig vor einer starken Bewegung stehen – egal, ob nach oben oder nach unten. Heute ist dies Deutsche Bank. mehr