Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank gegen Kirch - wie reagiert die Aktie?

Im milliardenschweren Kirch-Prozess gegen die Deutsche Bank könnte das Oberlandesgericht München heute um 10 Uhr die Beweisaufnahme schließen. Anleger sollten die Aktie des deutschen Branchenprimus im Auge behalten.

In dem Prozess halten die Richter einen Schadenersatzanspruch der Insolvenzverwalter und Erben des Medienunternehmers Leo Kirch für wahrscheinlich begründet. Kurz vor der Insolvenz der Kirch-Gruppe 2002 habe der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit Kirchs bezweifelt - wohl um einen lukrativen Sanierungsauftrag zu erhalten. Das könnte Kirchs Bewegungsraum weiter eingeengt haben. Wie hoch der möglicherweise entstandene Schaden war, muss nun geklärt werden.

Rettung gescheitert

Der frühere Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn soll über den als letzte Rettung geplanten Verkauf des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 an Walt Disney aussagen, der Kirch 1,3 Milliarden Euro in die Kasse bringen sollte, aber scheiterte.

Aufgestuft

Der gesamte Banken-Sektor steht am Freitag wegen einer positiven Studie der Deutschen Bank im Fokus. Die Analysten des DAX-Konzerns haben europäische Banken auf "Übergewichten" aufgestuft.

Mutige steigen ein

Der Kirch-Prozess sollte die Aktie der Deutschen Bank nicht nachhaltig belasten. Neben der günstigen Bewertung - das 2013er-KGV beträgt 7 - gefällt auch die charttechnische Situation. Der seit März gültige Abwärtstrend könnte bald gebrochen werden. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung für spekulativ orientierte Anleger. Das Kursziel lautet nach wie vor 40 Euro, der Stoppkurs sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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