Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Pläne zum Stellenabbau - Aktie gewinnt

Bei der Deutschen Bank stehen laut einem Pressebericht mehrere Tausende Arbeitsplätze in Deutschland auf dem Spiel. Die neuen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen setzen den Rotstift vorrangig beim Personal in Deutschland an.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung sollen in einem ersten Schritt in den Zentralen der Tochter Postbank in Bonn und der Deutschen Bank in Frankfurt 543 Stellen wegfallen. 20 Prozent davon sollen in der Frankfurter Zentrale gestrichen werden, 80 Prozent in Bonn. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Teilinteressensausgleich wurden demnach bereits aufgenommen.

Große Zusammenlegung

Weitreichende Konsequenzen für das Personal könnte zudem ein Umbauplan im Privatkundenbereich haben, heißt es in dem Bericht weiter. Mittelfristig sollten alle nachgelagerten Dienstleistungen der verschiedenen Marken (Postbank, Norisbank, Deutsche Bank) zusammengelegt werden.

1.500 Investmentbanker weniger

Der Konzern beschäftigte Ende Juni rund 100.000 Vollzeitkräfte weltweit. Im Juli hatte das Institut angekündigt, dass noch in diesem Jahr 1.900 Arbeitsplätze wegfallen sollen, 1.500 davon im Investmentbanking. In der Sparte sprudeln die Gewinne wegen der kriselnden Märkte nicht mehr so wie in vielen Jahren zuvor.

Stopp bei 26,50 Euro setzen

Die Aktie der Deutschen Bank holt nach der Rallye der vergangenen Woche seit Tagen Luft. Für spekulativ orientierte Anleger bedeutet dies eine gute Chance, da das Potenzial des Titels nach Einschätzung des AKTIONÄR noch nicht ausgereizt ist. Das Kursziel lautet 40 Euro, der Stopp sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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