Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Ärger und Sorgen - Aktie steigt trotzdem

Kein Tag vergeht ohne Meldungen über den Bankensektor. In der letzten Zeit waren sie meistens negativ. Am Freitag steht der Sektor wieder im Fokus der Anleger - Mario Draghi sei Dank.

Die EZB hat sich erstmals in ihrer Geschichte in ihrer künftigen Zinspolitik festgelegt und sich damit anderen großen Notenbanken wie der US-Notenbank angenähert. EZB-Chef Mario Draghi kündigte am Donnerstag an, dass die Zentralbank ihre Niedrigzinspolitik noch lange fortsetzen werde. Demnach werden die Leitzinsen für einen längeren Zeitraum auf ihrem aktuellen Niveau oder sogar niedriger bleiben. Er begründete den Schritt mit schwachen Wachstumsaussichten, geringen Inflationsrisiken und ungünstigeren Bedingungen an den Finanzmärkten. Notenbankexperte Michael Schubert von der Commerzbank nannte den Vorgang eine historische Entscheidung.

Viel zu verkraften

Strengere Eigenkapitalregeln, Bonusbegrenzungen, Rechtsstreitigkeiten und die drohende Finanztransaktionssteuer - Banken haben derzeit viele Kämpfe zu bestreiten. In dieser Woche kamen weitere belastende Nachrichten dazu und schickten die Kurse erneut in den Keller: Zum einen senkte die Rating-Agentur Standard & Poor's die langfristige Bewertung für Deutsche Bank, Barclays und Credit Suisse. Daneben gab die US-Notenbank bekannt, die Eigenkapitalregeln für US-Institute deutlich verschärfen zu wollen und dabei über den internationalen Standard hinauszugehen. Nicht zuletzt drückt die Regierungskrise in Portugal auf die Kurse, Sorgen um ein Wiederaufflammen der Eurokrise schwappten hoch.


Chance für Mutige

Die Deutsche Bank gehört mit einem 2014er-KGV von 8 zu den günstigsten Werten im ganzen Sektor. Der faire Wert für den deutschen Marktführer liegt bei 45 Euro. Spekulativ orientierte Anleger nutzen die Chance zum Einstieg und setzen den Stoppkurs bei 29 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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