Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Geheime Absprachen?

Nach dem freundlichen Wochenstart zu seinem 25. Geburtstag dürfte der DAX am Dienstag im Minus starten, ebenso wie die Aktie der Deutschen Bank, von Anfang im Index vertreten. Deutschlands Marktführer droht Ungemach seitens der EU.

Der Deutschen Bank und zwölf weiteren Investmentbanken aus Europa und den USA drohen hohe Kartellstrafen. Die EU-Kommission verdächtigt die Geldhäuser, geheime Absprachen beim Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) getroffen zu haben. Sie sollen so Börsenbetreiber - etwa die Deutsche Börse - am Eintritt in den Markt gehindert haben. Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. Die Deutsche Bank wollte den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren.

Etliche Banken betroffen

Am Ende des Verfahrens könnten auf die Banken EU-Strafen von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes zukommen. Betroffen sind neben der Deutschen Bank auch die Bank of America Merrill Lynch, Barclays, Bear Stearns, BNP Paribas, Citigroup, Credit Suisse , Goldman Sachs, HSBC, JP Morgan, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland und UBS. Beschuldigt werden auch der Derivateverband ISDA mit Sitz in New York und der Datendienstleister Markit, der führende Anbieter von Finanzinformationen auf dem CDS-Markt.

Chance für Mutige

DER AKTIONÄR hält die Aktie der Deutschen Bank im Branchenvergleich für unterbewertet. Der Titel kommt auf ein 2014er-KGV von 8. Sollte die Risikoneigung der Anleger wieder zunehmen, hätte die Aktie Nachholpotenzial bis 45 Euro. Mutige Anleger nutzen die Chance und setzen den Stoppkurs bei 29 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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