Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Schärfere Regeln

Für Managerboni und Eigenkapital europäischer Banken gelten auch in Deutschland in Zukunft strengere Kriterien. Bundestag und Bundesrat haben am Mittwoch eine Einigung erzielt. Die Aktie der Deutschen Bank kann unterdessen am Donnerstag weiter zulegen.

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich am Mittwoch nach Angaben des Bundesfinanzministeriums auf einen Kompromiss geeinigt, damit das Gesetzespaket umgesetzt werden kann. Damit werden nicht nur Bonuszahlungen eingedämmt. Umgesetzt werden auch die "Basel III" genannten strengeren Anforderungen an das Eigenkapital von Banken in Europa. Sie gelten ab 2014.

Gleichbehandlung bei "Bad Banks"

Bundestag und Bundesrat hatten sich zuvor auf einen Kompromiss zur Haftung ländergestützter "Bad Banks" für Risikopapiere ehemaliger Landesbanken geeinigt. Die Länderkammer hatte auf Initiative Nordrhein-Westfalens auf eine Gleichbehandlung der staatlich gestützten Abwicklungsanstalten gepocht, um höhere Refinanzierungskosten und Verlustausgleichspflichten zu vermeiden.

Frage nach dem Eigenkapital

Nicht nur die vom Bund allein gestützten "Bad Banks" sollten wegen ihrer Staatsgarantie von der "Null-Risikogewichtung" ihrer Anlagen weiter profitieren, sondern auch Abwicklungsanstalten, an denen Länder beteiligt sind. Laut Bundesrat wird klargestellt, dass eine angemessene Garantie vorliegt, wenn ein Land allein oder gemeinsam mit dem Banken-Rettungsfonds unbegrenzt für den Ausgleich von Verlusten der "Bad Bank" hafte. Dies sei wichtig für die Frage, wie viel Eigenkapital bei bestimmten Geschäften unterlegt werden muss. Die Klarstellung mache deutlich, dass es bei der bisherigen Verwaltungspraxis zur Risikobewertung bleiben könne.

Chance für Mutige

Die Aktie der Deutschen Bank setzt am Donnerstag ihren Erholungskurs fort. Am Morgen gewinnt das Papier 0,2 Prozent auf 33,76 Euro. Fair bewertet ist die Aktie laut DER AKTIONÄR bei 45 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 29 Euro platziert werden.

Mit Material von dpa-AFX

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