Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Bernanke enttäuscht die Börse - Aktie knickt ein

Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte sich erstmals konkret zum Ausstieg aus der quantitativen Lockerung geäußert. Der Geldhahn könnte demnach Mitte 2014 komplett zugedreht werden.

Nach enttäuschenden Worten von Fed-Chef Ben Bernanke erwarten die Experten am Donnerstag einen schwachen Start des DAX. Die Aktie der Deutschen Bank notiert am Morgen mit 1,7 Prozent Minus am DAX-Ende. Fed-Chef Ben Bernanke hat sich am Mittwoch erstmals zum Zeitplan für den Ausstieg aus der quantitativen Lockerung geäußert. Der Geldhahn könnte demnach Mitte 2014 komplett zugedreht werden.

Schritt für Schritt verringert

Sollten künftige Konjunkturdaten im Großen und Ganzen erwartungsgemäß ausfallen, sei eine erste Reduzierung der Käufe "später in diesem Jahr" möglich, sagte Bernanke. In der Folgezeit könnten die Wertpapierkäufe Schritt für Schritt verringert und Mitte 2014 komplett eingestellt werden.

Den Leitzins beließen die Währungshüter in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent und bekräftigten, dass eine erste Zinserhöhung in weiter Ferne liegt. Selbst wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent falle, müsse dies nicht unbedingt mit Zinserhöhungen einhergehen. Die Fed könne diesen Schwellenwert auch jederzeit nach unten setzen, sagte Bernanke. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote bei 7,6 Prozent.

Nur für Mutige

Dass die ultralockere Geldpolitik irgendwann zu Ende gehen wird, kommt nicht überraschend. Wichtig ist jetzt, dass Bernanke den Fuß langsam und vorsichtig vom Gas nimmt. Die Märkte sollten sch bald wieder beruhigen. Die Aktie der Deutschen Bank ist nach wie vor für mutige Anleger eine Spekulation wert. Ein Stoppkurs bei 29 Euro sichert die Position ab.

Mit Material von dpa-AFX

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