Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Frieden mit Los Angeles

Die Deutsche Bank hat den unangenehmen Rechtsstreit über die Verwahrlosung von Wohnhäusern in Los Angeles beigelegt. Die Aktie des DAX-Konzerns gerät derweil unter Druck.

Die kalifornische Metropole hatte in der seit zwei Jahren andauernden Auseinandersetzung der Bank vorgeworfen, sie habe gepfändete Wohnhäuser säumiger Schuldner verwahrlosen lassen. Zudem sollen die mittellosen Bewohner drangsaliert oder sogar widerrechtlich vertrieben worden sein, um die Häuser weiterverkaufen zu können. Ganze Gegenden seien dadurch verkommen. Auch die Kriminalität habe zugenommen.

"Slumlords"

Die Anwälte von Los Angeles nannten die Bank als "einen der größten Slumlords der Stadt Los Angeles". So werden in den USA die Besitzer abbruchreifer Häuser bezeichnet.

Die Bank sah sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Sie sei der falsche Adressat für die Klage. Mit den eigentlichen Zwangsvollstreckungen und der Verwaltung der gepfändeten Häuser habe die Deutsche Bank nichts zu tun, betonten die Frankfurter seit Bekanntwerden der Klage. Das Institut trete lediglich als Treuhänder für Investoren auf. Es sorge in dieser Rolle nur dafür, dass die einzelnen Anleger ihr Geld bekommen.

Die Stadt hatte im Mai 2011 gegen die Deutsche Bank Klage eingereicht. Im April dieses Jahres verwarf das zuständige Gericht den Antrag des Instituts, die Klage abzuweisen.

Mutige steigen ein

Die positive Nachricht schert die Anleger am Mittwoch nicht. Das Papier verliert am frühen Nachmittag 0,7 Prozent. Die Börsianer waren offensichtlich mit Käufen ab, zu welcher Entscheidung die Fed am Abend kommen wird. DER AKTIONÄR sieht in der Aktie eine Investmentchance für Mutige. Das Kursziel lautet 45 Euro, der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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