Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche-Bank-Aktie: Und wieder abwärts

Die Erleichterung über die lang ersehnte Einigung auf weitere Griechenland-Hilfen hat offensichtlich nicht lange angehalten. Bei der Aktie der Deutschen Bank kommt es am Mittwochmorgen gleich wieder zu Gewinnmitnahmen.

Die Aktie der Deutschen Bank notiert im frühen Mittwochshandel ein Prozent tiefer, nachdem das Papier am Dienstag zu den stärksten Papieren im DAX gehört hat und mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 33,89 Euro aus dem Handel gegangen ist. Grund für die Rallye war die Einigung der Politiker auf ein neues Griechenland-Paket. Die internationalen Geldgeber haben sich nach wochenlangem Gefeilsche auf die Auszahlung von neuen Milliardenkrediten verständigt. Fast 44 Milliarden Euro sollen ausgezahlt werden, davon sollen 34,4 Milliarden noch im laufenden Jahr fließen, um eine drohende Staatspleite abzuwenden.

Weitere Hilfe

Außerdem wird dem pleitebedrohten Land mit einem Maßnahmenbündel geholfen, um langfristig die Schuldenlast zu drücken. Schon an diesem Donnerstag soll der Bundestag voraussichtlich über die neuen Hilfen für Athen entscheiden.

Positiv für Banken

Kepler-Analyst Dirk Becker erachtet das Paket als positiv für Banken. Mittelfristig geht er davon aus, dass die EU Griechenland einen Teil der Schulden erlassen wird. Dass dies jetzt noch nicht angekündigt wurde, habe sowohl taktische als auch disziplinarische Gründe. Wenn nämlich Griechenland nach Verfehlen der Reformziele einfach entlastet würde, gäbe es kaum Anreize für Portugal, Irland und andere, hart an sich zu arbeiten, so der Experte. Der Druck solle daher zunächst hoch gehalten werden.

Chance für Mutige

Durch die neuen Maßnahmen für Griechenland und die Aussicht auf einen Schuldenschnitt sind die Chancen auf einen positiven Ausgang der Eurokrise gestiegen. Dadurch nimmt die Attraktivität von Bank-Aktien zu. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung für die Deutsche Bank. Die Aktie hat langfristig ein Potenzial bis 50 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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