Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Chef warnt die Branche - Aktie tritt auf der Stelle

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Jürgen Fitschen hat die Bankenbranche zu mehr Zurückhaltung aufgefordert. Es dürfe nicht sein, dass die Banken beim Ziel, maximale Gewinne zu erzielen, moralische Grundsätze außer Acht lassen.

"Das Streben nach Gewinn darf nicht dazu führen, dass die Interessen anderer verletzt werden", sagte Fitschen laut der Nachrichtenagentur dapd auf einer Tagung der Wochenzeitung Zeit. Die Banken müssten eine "Brücke schlagen zwischen Gewinnerzielung und gesellschaftlicher Akzeptanz". Es sei zu einer Distanz zwischen Banken und Realwirtschaft gekommen. Diesen Zustand bedauere Fitschen.

Auf Boni verzichten

Die Deutsche Bank will offenbar mit gutem Beispiel vorangehen. Fitschen erwartet von den eigenen Managern, dass sie fünf Jahre auf gewisse Boni verzichten. Zudem werde der deutsche Branchenprimus umstrittene Geschäfte wie Agrarspekulationen in Zukunft öfter sein lassen.

Kaufchance

Nach den schwachen Zahlen der Commerzbank steht auch die Aktie der Deutschen Bank am Donnerstag im Fokus der Anleger. Das Papier hält sich wacker und notiert mal leicht im Minus, mal leicht im Plus. Spekulativ orientierte Anleger steigen ein und setzen den Stoppkurs bei 29,50 Euro.

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