Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Frieden!

Nach den Turbulenzen in den vergangenen Wochen kann das Management der Deutschen Bank entspannt der Hauptversammlung am 31. Mai entgegenblicken. Der mit Abstand größte Aktionärsberater Institutional Shareholder Services (ISS) will den Aufsichtsrat entlasten, heißt es in einem Pressebericht.

Das Führungsdebakel bei der Frage um die Nachfolge von Josef Ackermann und Aufsichtsratschef Clemens-Börsig verdiene zwar Kritik, heißt es in einem Dokument, das der Nachrichtenagentur Dow Jones vorliegt. Jedoch sei die Auswahl der neuen Führungsköpfe letzten Endes sehr gut, so dass ein Gegenantrag nicht notwendig sei, so Institutional Shareholder Services weiter.

Harte Kritik

Vor Kurzem drohte die Hauptversammlung für den Aufsichtsrat noch eine sehr ungemütliche Veranstaltung zu werden. Mehrere Großaktionäre - zum Beispiel die Aktionärsberater Glass, Lewis & Co sowie Ivox - hatten angekündigt, den Aufsichtsrat nicht zu entlasten. Die deutsche Fondsgesellschaft Union Investment ist sich noch nicht sicher, wie sie auf der Hauptversammlung abstimmen wird.

Die Investoren kritisierten das Vorgehen von Deutschlands Marktführer bei der Regelung der Nachfolge von Josef Ackermann. Das ewige Hin und Her hätte dem Ruf der Bank sehr geschadet.

Unter Druck

Das Sentiment für Banken ist durchwachsen. Unter anderem belastet die Eurokrise den Sektor. Trotzdem ist die Deutsche-Bank-Aktie immer noch sehr günstig bewertet. Investierte Anleger beachten den Stoppkurs bei 29,50 Euro.

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