Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Fitschen fordert Reformen - Aktie unter Druck

Schnäppchenjäger können Aktien der Deutschen Bank derzeit günstig einsammeln. Am Mittwoch notiert das Papier des deutschen Marktführers erneut im Minus. Unterdessen hat sich Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen zu Wort gemeldet.

Nach den Kriseneingriffen der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht Fitschen die Regierungen am Zug. Die EZB habe "der Politik insbesondere durch das heftig umstrittene Ankaufprogramm für Staatsanleihen mehr Zeit für Reformen verschafft", sagte Fitschen der Deutschen Handwerks Zeitung.

Opfer des eigenen Erfolgs?

Fitschen warnte in dem am Mittwoch online veröffentlichten Interview: "In gewisser Weise läuft die EZB jetzt aber Gefahr, zum Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden. Ihre Politik hat möglicherweise den Druck der Finanzmärkte auf die Politik so weit verringert, dass die Reformanstrengungen einiger Regierungen nachlassen." Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird seit Dienstag über die Rechtmäßigkeit der EZB-Entscheidungen verhandelt.


Mutige nutzen die Chance

Die Aktie bleibt ein spekulativer Kauf. Das Kursziel des AKTIONÄR lautet 45 Euro, der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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