Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Strenge Überprüfung

Bundesbank-Chef Jens Weidmann warnt vor einer zu laschen Überprüfung von Bankbilanzen, ehe die Europäische Zentralbank (EZB) die Aufsicht übernimmt. Derweil kann sich die Aktie der Deutschen Bank am Dienstag erholen.

"Eine gründliche und strenge Überprüfung ist unumgänglich, um spätere unangenehme Überraschungen zu vermeiden", sagte Weidmann der Süddeutschen Zeitung. "Diese wären der Glaubwürdigkeit der Bankenunion sicherlich nicht förderlich." Auch EZB-Direktor Jörg Asmussen hatte sich zuletzt für eine strenge Prüfung ausgesprochen, um Altlasten in den Bankbilanzen zu finden.

"Ausreichend kapitalisierte Banken"

Um die Qualitätstests dürfte sich noch ein heftiger Streit in Europa entzünden. Viele Regierungen wünschen sich nämlich einen einfachen Test, um für Altlasten der Banken nicht geradestehen zu müssen. Das Ziel einer Bankenunion in Europa ist allerdings, die Institute stabiler zu machen und die Kreditklemme im Süden zu lösen.

"Es geht am Ende darum, dass wir ausreichend kapitalisierte Banken haben, die über nachhaltige Geschäftsmodelle verfügen", erklärte Weidmann. "Nur dann können die Banken ihre Risiken auch selbst tragen und ihrer Aufgabe nachkommen, Kredite zu vergeben."

Chance für Mutige

Die Konsolidierung am Aktienmarkt hat die Aktie der Deutschen Bank voll erwischt. Der Titel rutschte am Montag unter die Marke von 33 Euro. DER AKTIONÄR bleibt - wie die meisten Analysten - bei seiner Kaufempfehlung für mutige Anleger. Der faire Wert liebt bei 45 Euro, der Stoppkurs sollte bei 29 Euro platziert werden.

Mit Material von dpa-AFX

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