Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Endlich wieder Pluszeichen

Nach schmerzhaften Verlusten in den vergangenen Tagen und Wochen erholt sich die Aktie der Deutschen Bank am Dienstag. Das liegt zu einem wesentlichen Grund an der chinesischen Notenbank und ihren beruhigenden Worten zu den Bankenproblemen.

Die chinesische Notenbank ist Sorgen an den Finanzmärkten vor einem Liquiditätsengpass in Chinas Bankensektor entgegengetreten. Die aktuellen Liquiditätsrisiken seien kontrollierbar, versicherte ein Vertreter der People's Bank of China am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Shanghai. Der jüngste Anstieg der Geldmarktsätze sei nur vorübergehend. Saisonale Faktoren, die sich auf die Geldmarktsätze auswirken, würden nachlassen. Außerdem versicherte der Notenbank-Sprecher, dass die Geldmarktsätze auf einem vernünftigen Niveau gehalten werden sollen.

S&P erwartet Entspannung

Beruhigende Worte an die Adresse der Finanzmärkte gab es auch von der Ratingagentur Standard and Poor's (S&P). Die aktuellen Schwierigkeiten in China seien nicht mit der Situation nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers in den USA zu vergleichen, sagte S&P-Analyst Qiang Liao nahezu zeitgleich in einer Telefonkonferenz. Standard and Poor's geht ebenfalls davon aus, dass sich die angespannte Lage am chinesischen Geldmarkt entspannen wird. Dies werde sich aber nicht schnell vollziehen, sondern nur schrittweise. Insgesamt rechnet die führende Ratingagentur nicht mit Bankenpleiten in China.

Spekulative Kaufchance

Im Zuge der Erholung des Gesamtmarktes kann sich am Dienstag auch die Aktie der Deutschen Bank erholen. Am Mittag notiert das Papier mit 1,4 Prozent im Plus bei 32,96 Euro. DER AKTIONÄR erwartet, dass die Risikoneigung der Anleger in der zweiten Jahreshälfte zunehmen wird. Auch wenn die Zinsen irgendwann wieder steigen, gibt es keine Alternative zu Aktien. Die Deutsche Bank gehört zu den günstigsten Papieren im Sektor und Nachholpotenzial bis 45 Euro. Mutige Anleger nutzen die Chance und setzen den Stoppkurs bei 29 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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