Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Aktie geht durch die Decke

Die Hoffnung auf ein gutes Ende im Griechen-Drama hat die Aktienmärkte beflügelt. Die Aktie der Deutschen Bank steigt mit Schwung über die 29-Euro-Marke. Laut Independent Research ist nicht mehr viel Luft nach oben.

Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Aussagen des Deutschlandchefs für die Vermögensverwaltungssparte auf "Halten" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Die Einschätzung von Joachim Häger, das überholte Gewinnziel (EBT) von 1,7 Milliarden Euro 2015 zu erreichen, erscheine realistisch, schrieb Analyst Stefan Bongardt. Auch die relativ geringe Kapitalintensität und die überdurchschnittliche Eingenkapitalrendite sprächen für eine weitere Stärkung der Sparte.

Für Fitschen wird es wieder ernst

Während sich die Lage am Aktienmarkt deutlich entspannt, muss sich der Noch-Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, heute um 9:30 Uhr im Landgericht München einfinden. Vor der fünften Strafkammer wird der Prozess gegen ihn sowie seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer und zwei weitere Ex-Manager der Bank fortgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft allen fünf Angeklagten vor, in einem Zivilverfahren um Schadenersatz für die Pleite der Kirch-Gruppe vor vier Jahren Richter getäuscht zu haben, um die Deutsche Bank vor Schadenersatzzahlungen zu bewahren. Dies wertet die Anklage als versuchten Prozessbetrug in einem besonders schweren Fall, für den jahrelange Haftstrafen drohen. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

 

Fairer Wert: 40 Euro

Das Chartbild der Deutschen-Bank-Aktie hat sich mit dem Sprung über die 29-Euro-Marke spürbar aufgehellt. Sollte Griechenland im Euro bleiben, wird die Aktie sehr wahrscheinlich schnell Richtung 32, 33 Euro marschieren. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert bei 40 Euro, der Stopp sollte bei 24,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


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ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
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