Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Angst vor Berlusconi - Aktie steigt trotzdem

Italien hat gewählt. Nun stellen sich die Anleger am Montag die bange Frage: Gelingt Silvio Berlusconi das Comeback auf die große politische Bühne? Oder muss der Markt mit einer Hängepartie klarkommen?

Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass Berlusconi gewinnt, als gering ein. Er könnte aber zum Zünglein an der Waage werden. "Diese Sorge lastet derzeit auf den Notierungen", kommentiert Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Matthias Jasper, Chefhändler der WGZ Bank, fürchtet, dass Berlusconi und Guiseppe Grillo mit seiner Protestbewegung "Movimento 5 Stelle" viele Proteststimmen auf sich vereint haben.

Keiner will Berlusconi

Sollte Grillo tatsächlich nach den Wahlen am Sonntag und Montag entsprechend stark ins Parlament einziehen, droht eine Hängepartie, so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Es ist ein reales Risiko, dass mit einem Erfolg Grillos klare Mehrheiten schwierig werden und lange Unsicherheit herrschen könnte." Zwar wäre ein Erfolg Berlusconis aus seiner Sicht das Horrorszenario mit Blick auf die Reaktion der Märkte. "Doch soweit wird es nicht kommen. Eine Hängepartie ist aber natürlich auch schlecht für Italien."

Nur für Mutige

Die Aktie der Deutschen Bank notiert am Montagmorgen mit einem halben Prozent im Plus, wodurch sich die charttechnische Situation weiter verbessert. Sollten Pier Luigi Bersani mit seiner Mitte-Links-Partei PD und Mario Monti eine ausreichende Mehrheit zusammenbekommen, dürfte es zu einer Erleichterungsrallye an den Märkten kommen. Diese Koalition würde nämlich den in der Euro- und Staatsschuldenkrise wichtigen Sparkurs fortsetzen. Die Deutsche-Bank-Aktie ist nach wie vor eine Spekulation auf eine weitere Erholung in der Krise. Mutige Anleger können diese Chance nutzen. Stoppkurs bei 31 Euro setzen.

Mit Material von dpa-AFX

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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