Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: "Grässlich unterkapitalisiert" - Aktie im Fokus

Thomas Hoenig, ein führendes Mitglied der US-Bankenregulierungs-Behörde, hat ein hartes Urteil über Deutschlands Marktführer gefällt. Die Aktie des DAX-Konzerns kann im frühen Montagshandel dennoch leicht zulegen.

Hoenig, Vizepräsident der Federal Deposit Insurance Corp, sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, die Deutsche Bank sei "grässlich unterkapitalisiert". Die Bank stehe unter den Finanzinstituten weltweit am schlechtesten da, was das Niveau der Verschuldung anlangt. Hoenig kritisierte, die Basel-III-Regeln könnten so angewendet werden, dass Banken dann gut kapitalisiert erscheinen, wenn sie es gar nicht sind.

"Eines der am besten kapitalisierten Institute"

Laut Reuters wies die Deutsche Bank die Vorwürfe Hoenigs zurück. Gemessen an den Basel-Richtlinien sei die Deutsche Bank nach ihrer Kapitalerhöhung eines der am besten kapitalisierten Institute der Welt.

Chance für Mutige

Nach besagter Kapitalerhöhung kommt die Deutsche Bank derzeit auf pro-forma-Tier-1-Kernkapitalquote nach Basel 3 von 9,5 Prozent. Von "grässlich unterkapitalisiert" kann da keine Rede sein. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung für mutige Anleger. Das Kursziel lautet 45 Euro, der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

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