Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche-Bank-Aktie: China-Horror geht weiter - Tradingchance oder Mega-Absturz?

Die Turbulenzen an Chinas Börsen kosten die Anleger weiterhin jede Menge Nerven. Am Montagmorgen gibt es wieder tiefrote Vorzeichen. Für die Deutsche-Bank-Aktie ist bald die Stunde der Wahrheit gekommen.


Die Deutsche-Bank-Aktie verliert im frühen Montagshandel 0,8 Prozent auf 20,30 Euro und setzt damit ihre horrenden Verluste der vergangenen Woche fort. Am Freitag büßte der Titel des deutschen Marktführers 3,2 Prozent ein. Charttechnisch wird es nun sehr spannend, da die bedeutende Unterstützung im Bereich 20 Euro in den Fokus rückt. Hält sie auch dieses Mal, könnte es zu einer schönen Gegenbewegung kommen. Hält sie nicht, sieht es ganz schlecht aus für die Aktie.

Händler vor Gericht

Der Aktienkurs der Deutschen Bank leidet immer noch sehr unter den Fehlern der Vergangenheit. Im Skandal um manipulierte Zinssätze stehen am Montag sechs ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank erstmals vor Gericht. Bei der Anhörung in London, die noch kein offizieller Prozessauftakt ist, können sie ihre Schuld oder Unschuld erklären. Zudem werden die Anklagen erstmals öffentlich gemacht.

Über Jahre haben Mitarbeiter mehrerer Großbanken die wichtigen Referenzzinsen für das Geldgeschäft der Banken untereinander, Libor und Euribor, manipuliert - auch Deutsche-Bank-Mitarbeiter machten mit. Nachdem der Skandal 2012 bekanntgeworden war, entließ der deutsche Branchenprimus mehrere Händler. Ende 2013 hatte die EU-Kommission der Deutschen Bank eine Strafe von 725 Millionen Euro aufgebrummt. 2015 legten die USA und Großbritannien nach: Dort muss die Bank die Rekordstrafe von 2,5 Milliarden Dollar zahlen.



Chance für Trader

Die Deutsche-Bank-Aktie ist derzeit ein ganz heißes Eisen. Fällt die Aktie nachhaltig unter die Unterstützung bei 20 Euro, droht im Worst Case der Absturz auf 13,40 Euro, dem Tief aus dem Jahr 2008. Beruhigt sich die Lage in China und der Markt samt der Aktie der Deutschen Bank dreht, sind Kurs um 25 Euro drin. Ergo: Mutige Trader können ein Abstauberlimit bei 20 Euro riskieren und den Stopp bei 17 Euro.
Wie Sie sich bei den anderen 29 DAX-Aktien verhalten sollten und wo sich ein Abstauberlimit lohnt, lesen Sie in der neuen Ausgabe des AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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