Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Analyst sieht 90 Prozent Kurspotenzial

Die Deutsche Bank hat Ärger in Südkorea. Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat vier Angestellte der Deutschen Bank angeklagt. Es geht um Finanzmarktmanipulation. Unterdessen geht es für die Aktie der Deutschen Bank weiter abwärts. Die Royal Bank of Scotland rät zum Kauf.

Hintergrund der Klage ist ein ungewöhnlicher Kurssturz an der Börse in Seoul vor knapp neun Monaten. Vier Mitarbeiter der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Securities Korea (DSK) sollen damals mit verbotenen Handelsgeschäften umgerechnet 28,5 Millionen Euro eingenommen haben. Unter ihnen sei auch ein hochrangiger Mitarbeiter des Deutsche-Bank-Büros in Hongkong, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap. Zu dem Kurssturz war es aufgrund umfangreicher Verkaufsaufträge in den letzten Handelsminuten gekommen.

Aktie ein Kauf

Die Deutsche Bank und DSK weisen die Vorwürfe zurück. DSK habe weder einen Verstoß gegen die Marktregeln autorisiert noch stillschweigend darüber hinweg gesehen, heißt es.

Es gibt aber auch Positives über die Deutsche Bank zu berichten: Stefan Stalmann, Analyst bei der Royal Bank of Scotland, stuft die Aktie der Deutschen Bank nach wie vor mit „Kaufen" ein. Das Kursziel hat er allerdings von 54 auf 52 Euro gesenkt. Vom jetzigen Niveau ergibt sich trotzdem noch ein Potenzial von 91 Prozent für die Deutsche-Bank-Aktie.

Abwarten

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Solange sich die Nervosität im Markt nicht gelegt hat und die extreme Volatilität verschwunden ist, sollten konservative Anleger die Aktie der Deutschen Bank nicht kaufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Martin Mrowka | 0 Kommentare

Deutsche Bank könnte Finanzsystem zum Kippen bringen

Die Deutsche Bank hat in den vergangenen Jahren viel von ihrem Glanz und ihrer Größe verloren. Doch das geschrumpfte und verlustreiche Geldhaus wird weiterhin als hochrelevant für das globale Finanzsystem eingestuft. Gemeinsam mit drei anderen Großbanken könnte die Deutsche im Falle eines Falles … mehr
| Martin Mrowka | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Gefahr aus Italien

"Geht der Deutschen Bank das Geld aus?" titelte DER AKTIONÄR am gestrigen Donnerstag etwas provokativ. In ernsten Schwierigkeiten ist Deutschlands Bankenprimus noch nicht. Hintergrund der Story war die nach wie vor zu dünne Kapitaldecke der Großbank, wie der jüngste Banken-Stresstest ergab. Nun … mehr